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Buchvorstellung

Wie diskutieren wir, ohne dass der andere dichtmacht?

Marshall B. Rosenberg: Gewaltfreie Kommunikation — Eine Sprache des Lebens
Aus dem Englischen von Ingrid Holler · Junfermann Verlag · 2016

Der Konfliktmediator Marshall B. Rosenberg zeigt, wie man spricht und zuhört, damit Gespräche nicht im Vorwurf enden.

Die Frage

Wie diskutieren wir, ohne dass der andere dichtmacht?

Mit zwei Fragen begann der Mediator Marshall Rosenberg Vermittlungen in feindseligen Konflikten: Was braucht jeder von euch? Worum möchtet ihr die anderen bitten?

Marshall B. Rosenberg (1934 bis 2015) war US-amerikanischer Psychologe und international tätiger Mediator. Er studierte bei Carl Rogers, promovierte 1961 als klinischer Psychologe, entwickelte ab 1963 die Gewaltfreie Kommunikation, kurz GFK, und gründete 1984 das Center for Nonviolent Communication.

Seine Wurzeln liegen in der Vermittlung. In den frühen sechziger Jahren unterstützte er mit Mediationsprogrammen und Trainings Gemeinden in den USA, die die Rassentrennung an Schulen und anderen öffentlichen Einrichtungen überwinden wollten. Später war er auch in Kriegs- und Krisengebieten aktiv, und Friedensteams nutzen die GFK dort, etwa in Ruanda, Burundi, Nigeria, Serbien, Kroatien, Israel und Palästina. In seinem Buch schildert er, wie er in Südkalifornien zwischen Grundbesitzern und eingewanderten Farmarbeitern vermittelte, deren Konflikte immer feindseliger und gewalttätiger geworden waren.

Beide Seiten riefen einander Urteile zu. Rosenberg fiel auf: Die Menschen waren geübter darin, die vermuteten Fehler anderer zu analysieren, als klar und deutlich ihre eigenen Bedürfnisse auszudrücken.

Er eröffnete das Treffen mit zwei Fragen: „Was ist es, was jeder von euch braucht? Um was – in Bezug auf eure Bedürfnisse – möchtet ihr die anderen bitten?“ Mit denselben Fragen begann er auch eine Runde mit Israelis und Palästinensern.

Dahinter steht sein Kerngedanke: Urteile, Kritik und Interpretationen sind für Rosenberg Äußerungen eigener, unerfüllter Bedürfnisse. „Du verstehst mich nie“ heißt in Wirklichkeit, dass sich das Bedürfnis nach Verständnis nicht erfüllt. Und wer etwas hört, das auch nur entfernt nach Kritik klingt, neigt dazu, sich zu verteidigen oder zurückzuschlagen.

Daraus macht er ein Werkzeug mit vier Komponenten: beobachten, ohne zu bewerten, das Gefühl benennen, das Bedürfnis dahinter erkennen und eine Bitte aussprechen, keine Forderung. Auch beim Zuhören gilt: Egal, was jemand sagt, man hört nur darauf, was er beobachtet, fühlt, braucht und erbittet.

Ob ein Satz eine Beobachtung ist, lässt sich prüfen. Eine Frage aus der Trainingspraxis lautet: Was würde eine Kamera aufnehmen? Sie hält fest, was geschieht, aber weder Deutungen noch Urteile. „Dein Zimmer ist nicht aufgeräumt“ ist demnach eine Bewertung, „In deinem Zimmer liegt Wäsche auf dem Boden und am Bett stehen leere Flaschen“ eine Beobachtung (Beispiel aus einem Coaching-Brief des Junfermann Verlags). Rosenberg verlangt dabei nicht, auf Bewertungen zu verzichten, sondern sie von Beobachtungen zu trennen.

Das sind Rosenbergs Überzeugungen, keine Studienergebnisse. Aber sie treffen einen Nerv unserer Zeit.

Unsere Einordnung: Gerade wenn Debatten hitzig werden, über Bildung, Politik oder die Frage, wie wir leben wollen, entscheidet die Sprache, ob man einander noch erreicht. Wer Vorwürfe macht, bekommt Verteidigung. Wer sagt, was er braucht und worum er bittet, gibt dem anderen etwas, worauf er antworten kann. Eine gute Diskussion braucht deshalb zweierlei: die richtige Sprache und Werkzeuge, die man üben kann.

Zu den Gedanken des Buchs gibt es bei plinyoo Lernkarten mit Fragen zum Ausprobieren. Du suchst dir aus, wo du anfängst.

Das Buch gibt es gedruckt, als E-Book und als Hörbuch.

Probier es an den Karten aus: Was sagt jemand wirklich, der „Du verstehst mich nie“ sagt?

Meinungsbeitrag von Heiko Miertzsch auf Grundlage von Marshall B. Rosenbergs Buch „Gewaltfreie Kommunikation“.

Buchcover: Gewaltfreie Kommunikation von Marshall B. Rosenberg
Cover der deutschen Ausgabe (Amazon-Produktbild)

Der Wissensgraph zu Rosenbergs Gewaltfreier Kommunikation

Jeder Stern ist eine Karte, jede Linie ein Verweis. Such dir einen Stern und geh von dort, wohin es dich zieht: So erschließt du dir deinen eigenen Teil des Wissensuniversums.

Urteile und BedürfnisseZwei Fragen im KonfliktVier KomponentenBeobachtenKamera-TestPrüfbar oder Wertung?Bewertungen trennenUrteile befragenAuslöser und UrsacheBitte statt ForderungEmpathieVier ReaktionenVom Müssen zum Wählen

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Jede Karte nennt ihre Quelle und hat drei Fragen.

Alle 13 kannst du unten durchspielen.

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Urteile und Bedürfnisse3 Fragen

Lernkarte

Urteile als Ausdruck unerfüllter Bedürfnisse

Wer andere kritisiert, sagt damit nach Rosenberg etwas über sich selbst. Urteile, Kritik, Diagnosen und Interpretationen des Verhaltens anderer sind für ihn entfremdete Äußerungen eigener Bedürfnisse. Hinter „Du verstehst mich nie“ steht ein Bedürfnis nach Verständnis, das sich nicht erfüllt. Wer sein Kind faul nennt, weil der Mantel auf der Couch liegt, möchte in Wirklichkeit, dass der Mantel im Schrank hängt. Solche Urteile erzeugen bei den Menschen, an deren Verhalten uns etwas liegt, Abwehr und Widerstand: Wer etwas hört, das auch nur entfernt nach Kritik klingt, neigt zu Verteidigung oder Gegenangriff.

Frage 1 von 3

Was teilt jemand nach Rosenberg in Wirklichkeit mit, der sagt: „Du verstehst mich nie“?

Richtig: Dass sich sein Bedürfnis nach Verständnis nicht erfüllt

Beleg aus der Quelle: „Sagt jemand: „Du verstehst mich nie“
(eigene Übersetzung: „„Sagt jemand: „Du verstehst mich nie“, dann teilt er uns in Wirklichkeit mit, dass sich sein Bedürfnis nach Verständnis nicht erfüllt.““)

Frage 2 von 3

Du nennst dein Kind faul, weil der Mantel auf der Couch liegt. Was steckt nach Rosenberg dahinter?

Richtig: Du möchtest gern, dass der Mantel im Schrank hängt

Beleg aus der Quelle: „Deshalb kritisieren wir vielleicht unsere Kinder als faul, wenn sie die Mäntel auf der Couch liegen lassen, nur weil wir gerne möchten, dass die Mäntel im Schrank hängen.“
(eigene Übersetzung: „„Deshalb kritisieren wir vielleicht unsere Kinder als faul, wenn sie die Mäntel auf der Couch liegen lassen, nur weil wir gerne möchten, dass die Mäntel im Schrank hängen.““)

Frage 3 von 3

Warum erreicht man mit Urteilen über andere oft das Gegenteil dessen, was man sich wünscht?

Richtig: Sie erzeugen bei den Menschen Abwehr und Widerstand

Beleg aus der Quelle: „Wenn wir unsere Werte und Bedürfnisse auf diese Weise ausdrücken, erzeugen wir genau bei den Menschen Abwehr und Widerstand, an deren Verhalten uns etwas liegt.“
(eigene Übersetzung: „„Wenn wir unsere Werte und Bedürfnisse auf diese Weise ausdrücken, erzeugen wir genau bei den Menschen Abwehr und Widerstand, an deren Verhalten uns etwas liegt.““)

Quelle: Gewaltfreie Kommunikation — Marshall B. Rosenberg, Ingrid Holler (Übersetzung), Junfermann Verlag, abgerufen 2026-11-03. Zur Quelle

Zwei Fragen im Konflikt3 Fragen

Lernkarte

Zwei Fragen am Anfang einer feindseligen Vermittlung

In Südkalifornien sollte Rosenberg zwischen Grundbesitzern und eingewanderten Farmarbeitern vermitteln, deren Konflikte immer feindseliger und gewalttätiger geworden waren. Beide Gruppen riefen einander Urteile zu. Rosenberg bemerkt, solche Menschen seien oft geübter darin, die vermuteten Fehler anderer zu analysieren, als klar und deutlich ihre eigenen Bedürfnisse auszudrücken. Er eröffnete das Treffen mit zwei Fragen: Was braucht jeder, und worum möchte er die anderen bitten? Mit denselben Fragen begann er eine Runde mit Israelis und Palästinensern.

Frage 1 von 3

Welche zwei Fragen stellte Rosenberg zu Beginn der Vermittlung in Südkalifornien?

Richtig: Was jeder braucht und worum er die anderen bitten möchte

Beleg aus der Quelle: „Was ist es, was jeder von euch braucht? Um was – in Bezug auf eure Bedürfnisse – möchtet ihr die anderen bitten?“
(eigene Übersetzung: „„Was ist es, was jeder von euch braucht? Um was – in Bezug auf eure Bedürfnisse – möchtet ihr die anderen bitten?““)

Frage 2 von 3

Zwei Gruppen geben sich gegenseitig die Schuld an einem Problem. Womit beginnst du nach Rosenberg?

Richtig: Mit der Frage, was jede Gruppe braucht und worum sie die andere bittet

Beleg aus der Quelle: „Was ist es, was jeder von euch braucht? Um was – in Bezug auf eure Bedürfnisse – möchtet ihr die anderen bitten?“
(eigene Übersetzung: „„Was ist es, was jeder von euch braucht? Um was – in Bezug auf eure Bedürfnisse – möchtet ihr die anderen bitten?““)

Frage 3 von 3

Was fiel Rosenberg bei den Streitenden in Südkalifornien auf?

Richtig: Sie analysierten lieber vermutete Fehler anderer, als eigene Bedürfnisse zu äußern

Beleg aus der Quelle: „Wie es oft der Fall ist, waren diese Menschen geübter darin, die vermuteten Fehler anderer zu analysieren, als klar und deutlich ihre eigenen Bedürfnisse auszudrücken.“
(eigene Übersetzung: „„Wie es oft der Fall ist, waren diese Menschen geübter darin, die vermuteten Fehler anderer zu analysieren, als klar und deutlich ihre eigenen Bedürfnisse auszudrücken.““)

Quelle: Gewaltfreie Kommunikation — Marshall B. Rosenberg, Ingrid Holler (Übersetzung), Junfermann Verlag, abgerufen 2026-11-03. Zur Quelle

Vier Komponenten3 Fragen

Lernkarte

Die vier Komponenten der Gewaltfreien Kommunikation

Was jemand auch sagt: Nach Rosenbergs Modell hört man nur darauf, was er beobachtet, wie er sich fühlt, was er braucht und worum er bittet. Das sind die vier Komponenten. Nach dem Gefühl fragt Rosenberg zum Beispiel so: „Wie fühlst du dich?“

Frage 1 von 3

Welche vier Komponenten hat die Gewaltfreie Kommunikation nach Rosenberg?

Richtig: Beobachtung, Gefühl, Bedürfnis und Bitte

Beleg aus der Quelle: „Egal, was jemand sagt, wir hören nur darauf, was er 1) beobachtet, 2) fühlt, 3) braucht und 4) erbittet.“
(eigene Übersetzung: „„Egal, was jemand sagt, wir hören nur darauf, was er 1) beobachtet, 2) fühlt, 3) braucht und 4) erbittet.““)

Frage 2 von 3

Eine Kollegin schimpft über das Projekt. Worauf hörst du nach Rosenberg, egal wie sie es sagt?

Richtig: Darauf, was sie beobachtet, fühlt, braucht und erbittet

Beleg aus der Quelle: „Egal, was jemand sagt, wir hören nur darauf, was er 1) beobachtet, 2) fühlt, 3) braucht und 4) erbittet.“
(eigene Übersetzung: „„Egal, was jemand sagt, wir hören nur darauf, was er 1) beobachtet, 2) fühlt, 3) braucht und 4) erbittet.““)

Frage 3 von 3

Mit welcher Frage hört man nach Rosenberg auf die Bitte des anderen?

Richtig: Was möchtest du von mir, was soll ich tun?

Beleg aus der Quelle: „Achten Sie bitte auf den Unterschied zwischen diesen Fragen und den nun folgenden: „Was habe ich gemacht, worauf beziehst du dich?“
(eigene Übersetzung: „„Achten Sie bitte auf den Unterschied zwischen diesen Fragen und den nun folgenden: „Was habe ich gemacht, worauf beziehst du dich?“ „Wie fühlst du dich?“ „Warum fühlst du dich so?“ „Was möchtest du von mir, was soll ich tun?“““)

Quelle: Gewaltfreie Kommunikation — Marshall B. Rosenberg, Ingrid Holler (Übersetzung), Junfermann Verlag, abgerufen 2026-11-03. Zur Quelle

Beobachten3 Fragen

Lernkarte

Beobachten, ohne zu bewerten

Rosenberg führt den indischen Philosophen J. Krishnamurti an: Die höchste Form menschlicher Intelligenz sei es, zu beobachten, ohne zu bewerten. Im Buch steht dazu auch der Ruf „BEOBACHTE!!“, denn es gebe wenige Dinge, die so wichtig, so spirituell seien wie Beobachten. Dazu passt ein Satz Epiktets: Nicht die Tatsachen selbst machten das Leben schwer, sondern unsere Bewertung der Tatsachen.

Frage 1 von 3

Was nannte der Philosoph J. Krishnamurti die höchste Form menschlicher Intelligenz?

Richtig: Zu beobachten, ohne dabei zu bewerten

Beleg aus der Quelle: „Der indische Philosoph J. Krishnamurti stellte einmal fest, dass es die höchste Form menschlicher Intelligenz ist zu beobachten, ohne zu bewerten.“
(eigene Übersetzung: „„Der indische Philosoph J. Krishnamurti stellte einmal fest, dass es die höchste Form menschlicher Intelligenz ist zu beobachten, ohne zu bewerten.““)

Frage 2 von 3

Ein Kollege verpasst dreimal die Besprechung. Was entspricht Rosenbergs Rat zum Beobachten?

Richtig: Beschreiben, was geschehen ist, ohne es zu bewerten

Beleg aus der Quelle: „Der indische Philosoph J. Krishnamurti stellte einmal fest, dass es die höchste Form menschlicher Intelligenz ist zu beobachten, ohne zu bewerten.“
(eigene Übersetzung: „„Der indische Philosoph J. Krishnamurti stellte einmal fest, dass es die höchste Form menschlicher Intelligenz ist zu beobachten, ohne zu bewerten.““)

Frage 3 von 3

Woran liegt es nach Epiktet, wenn uns eine Lage das Leben schwer macht?

Richtig: An unserer Bewertung der Lage, nicht an den Tatsachen selbst

Beleg aus der Quelle: „Nicht die Tatsachen selbst machen das Leben schwer, sondern unsere Bewertung der Tatsachen.“
(eigene Übersetzung: „„Nicht die Tatsachen selbst machen das Leben schwer, sondern unsere Bewertung der Tatsachen.““)

Quelle: Gewaltfreie Kommunikation — Marshall B. Rosenberg, Ingrid Holler (Übersetzung), Junfermann Verlag, abgerufen 2026-11-03. Zur Quelle

Kamera-Test3 Fragen

Lernkarte

Der Kamera-Test für Beobachtungen

Ob eine Aussage eine reine Beobachtung ist, lässt sich prüfen: Man fragt, welches Verhalten eine Kamera in der Situation aufnehmen würde. Eine Kamera hält Fakten fest, aber keine Interpretationen, Bewertungen, Annahmen oder Urteile. Aus „Dein Zimmer ist nicht aufgeräumt.“ wird so die Beobachtung, dass auf dem Boden Wäsche liegt und am Bett leere Flaschen stehen. Ein zweiter Test steckt im Gespräch: Widerspricht das Gegenüber auf eine Beobachtung mit „Nein, das sehe ich anders …“ oder „Ja, aber …“, haben sich vermutlich Bewertungen eingeschlichen, die es nicht teilt.

Frage 1 von 3

Welche Frage hilft in einem Konflikt, Beobachtung und Bewertung zu trennen?

Richtig: Welches Verhalten würde eine Kamera in dieser Situation aufnehmen?

Beleg aus der Quelle: „Achten Sie in Konflikten darauf, welches Verhalten eine Kamera in dieser Situation aufnehmen würde. Eine Kamera nimmt keine Interpretationen, Bewertungen, Annahmen oder Urteile auf, sondern lediglich die Fakten.“
(eigene Übersetzung: „„Achten Sie in Konflikten darauf, welches Verhalten eine Kamera in dieser Situation aufnehmen würde. Eine Kamera nimmt keine Interpretationen, Bewertungen, Annahmen oder Urteile auf, sondern lediglich die Fakten.““)

Frage 2 von 3

Welche Aussage macht aus „Dein Zimmer ist nicht aufgeräumt“ eine reine Beobachtung?

Richtig: In deinem Zimmer liegt Wäsche auf dem Boden und am Bett stehen leere Flaschen.

Beleg aus der Quelle: „In deinem Zimmer liegt Wäsche auf dem Boden und am Bett stehen leere Flaschen.“
(eigene Übersetzung: „„In deinem Zimmer liegt Wäsche auf dem Boden und am Bett stehen leere Flaschen.““)

Frage 3 von 3

Woran erkennt man im Gespräch, dass sich in eine Beobachtung Bewertungen eingeschlichen haben?

Richtig: Das Gegenüber widerspricht, etwa mit „Nein, das sehe ich anders“ oder „Ja, aber“

Beleg aus der Quelle: „Antwortet er auf Ihre Beobachtungen mit „Nein, das sehe ich anders…“
(eigene Übersetzung: „„Antwortet er auf Ihre Beobachtungen mit „Nein, das sehe ich anders…“, mit „Ja, aber…“ oder „Für mich stellt sich das so dar… “, dann scheinen sich in Ihre Beobachtungen Bewertungen eingeschlichen zu haben, die Ihr Gegenüber nicht teilt.““)

Quelle: Beobachtungen statt Bewertungen (Gewaltfreie Kommunikation, Coaching-Brief 2) — Anja Palitza, Olaf Hartke, Junfermann Verlag (kostenloser Coaching-Brief, 2012), abgerufen 2026-11-03. Zur Quelle

Prüfbar oder Wertung?3 Fragen

Lernkarte

Prüfbar oder Wertung? Der Beweis-Test

Eine Tatsachenbehauptung bezieht sich auf objektive Umstände, die man bestätigen oder widerlegen kann, etwa durch Urkunden, Zeugen oder Sachverständige. Der Begriff stammt aus der Rechtssprache. Eine Meinungsäußerung oder sonstige Wertung oder Prognose gilt dagegen als subjektive Äußerung, die sich nicht verifizieren lässt. Als Prüffrage taugt deshalb: Kann man die Aussage beweisen oder widerlegen?

Frage 1 von 3

Was kennzeichnet eine Tatsachenbehauptung?

Richtig: Sie bezieht sich auf objektive Umstände, die sich bestätigen oder widerlegen lassen

Beleg aus der Quelle: „Eine Tatsachenbehauptung bezieht sich auf objektive Umstände in der Wirklichkeit, die dem Beweis vor einem Gericht zugänglich sind, also etwa durch Urkunden, Zeugen oder Sachverständige bestätigt oder widerlegt werden können.“
(eigene Übersetzung: „„Eine Tatsachenbehauptung bezieht sich auf objektive Umstände in der Wirklichkeit, die dem Beweis vor einem Gericht zugänglich sind, also etwa durch Urkunden, Zeugen oder Sachverständige bestätigt oder widerlegt werden können.““)

Frage 2 von 3

Welche Frage zeigt, ob eine Aussage eine Tatsachenbehauptung ist und keine Wertung?

Richtig: Lässt sich die Aussage durch Beweise bestätigen oder widerlegen?

Beleg aus der Quelle: „Eine Tatsachenbehauptung bezieht sich auf objektive Umstände in der Wirklichkeit, die dem Beweis vor einem Gericht zugänglich sind, also etwa durch Urkunden, Zeugen oder Sachverständige bestätigt oder widerlegt werden können.“
(eigene Übersetzung: „„Eine Tatsachenbehauptung bezieht sich auf objektive Umstände in der Wirklichkeit, die dem Beweis vor einem Gericht zugänglich sind, also etwa durch Urkunden, Zeugen oder Sachverständige bestätigt oder widerlegt werden können.““)

Frage 3 von 3

Wie unterscheidet sich eine Meinungsäußerung oder Wertung von einer Tatsachenbehauptung?

Richtig: Sie ist subjektiv und lässt sich nicht verifizieren

Beleg aus der Quelle: „In Abgrenzung dazu ist eine Meinungsäußerung oder eine sonstige Wertung oder Prognose eine subjektive, nicht verifizierbare Äußerung, die grundsätzlich der Meinungsfreiheit unterfällt.“
(eigene Übersetzung: „„In Abgrenzung dazu ist eine Meinungsäußerung oder eine sonstige Wertung oder Prognose eine subjektive, nicht verifizierbare Äußerung, die grundsätzlich der Meinungsfreiheit unterfällt.““)

Quelle: Tatsachenbehauptung (Wikipedia, CC BY-SA 4.0) — Wikipedia, abgerufen 2026-11-03. Zur Quelle

Bewertungen trennen3 Fragen

Lernkarte

Bewertungen trennen, nicht verbieten

Ein häufiges Missverständnis: Die Gewaltfreie Kommunikation lehne Bewertungen ab. Rosenberg tritt nicht dafür ein, objektiv zu bleiben. Er will objektiv prüfbare Beobachtungen und subjektive Bewertungen trennen. Als hilfreich gilt es sogar, Handlungen anderer zu bewerten, aber mit Bezug auf die eigenen Gefühle und Bedürfnisse und nicht auf moralische Kategorien, etwa gut oder böse.

Frage 1 von 3

Was ist ein häufiges Missverständnis über Bewertungen in der Gewaltfreien Kommunikation?

Richtig: Dass die Gewaltfreie Kommunikation Bewertungen ablehnt

Beleg aus der Quelle: „Wichtig ist, dass in der GFK Bewertungen nicht abgelehnt werden (ein häufiges Missverständnis).“
(eigene Übersetzung: „„Wichtig ist, dass in der GFK Bewertungen nicht abgelehnt werden (ein häufiges Missverständnis).““)

Frage 2 von 3

Wie bewertet man das Verhalten anderer nach Rosenberg, ohne es moralisch zu verurteilen?

Richtig: Mit Bezug auf die eigenen Gefühle und Bedürfnisse, nicht auf moralische Kategorien

Beleg aus der Quelle: „Es wird vielmehr als hilfreich angesehen, Handlungen anderer zwar zu bewerten, aber mit Bezug auf die eigenen Gefühle und Bedürfnisse und nicht mit Bezug auf moralische Kategorien.“
(eigene Übersetzung: „„Es wird vielmehr als hilfreich angesehen, Handlungen anderer zwar zu bewerten, aber mit Bezug auf die eigenen Gefühle und Bedürfnisse und nicht mit Bezug auf moralische Kategorien.““)

Frage 3 von 3

Was will Rosenberg statt vollständiger Objektivität erreichen?

Richtig: Objektiv prüfbare Beobachtungen und subjektive Bewertungen trennen

Beleg aus der Quelle: „Er trete nicht dafür ein, objektiv zu bleiben, sondern objektiv prüfbare Beobachtungen und subjektive Bewertungen zu trennen.“
(eigene Übersetzung: „„Er trete nicht dafür ein, objektiv zu bleiben, sondern objektiv prüfbare Beobachtungen und subjektive Bewertungen zu trennen.““)

Quelle: Gewaltfreie Kommunikation (Wikipedia, CC BY-SA 4.0) — Wikipedia, abgerufen 2026-11-03. Zur Quelle

Urteile befragen3 Fragen

Lernkarte

Moralische Urteile, Vergleiche und die Frage dahinter

Rosenberg nennt moralische Urteile als eine Variante lebensentfremdender Kommunikation: Sie unterstellen anderen, sie hätten unrecht oder seien schlecht, wenn sie unseren Wünschen nicht folgen. Eine andere Form von Verurteilung ist das Anstellen von Vergleichen. Zum Erforschen der eigenen Urteile schlägt er eine Übung vor: Man sammelt die Urteile, die am häufigsten durch den Kopf gehen, mit dem Satzanfang „Ich mag Menschen nicht, die … sind“ und klärt bei jedem, was man selbst braucht und nicht bekommt.

Frage 1 von 3

Was unterstellen moralische Urteile nach Rosenberg anderen Menschen?

Richtig: Dass sie unrecht haben oder schlecht sind, wenn sie sich nicht unseren Wünschen gemäß verhalten

Beleg aus der Quelle: „Eine Variante lebensentfremdender Kommunikation sind moralische Urteile, die anderen Leuten unterstellen, dass sie unrecht haben oder schlecht sind, wenn sie sich nicht unseren Wünschen gemäß verhalten.“
(eigene Übersetzung: „„Eine Variante lebensentfremdender Kommunikation sind moralische Urteile, die anderen Leuten unterstellen, dass sie unrecht haben oder schlecht sind, wenn sie sich nicht unseren Wünschen gemäß verhalten.““)

Frage 2 von 3

Ein Vater sagt: „In deinem Alter war deine Schwester schon viel weiter.“ Was ist das?

Richtig: Ein Vergleich, also eine Form von Verurteilung

Beleg aus der Quelle: „Eine andere Form von Verurteilung ist das Anstellen von Vergleichen.“
(eigene Übersetzung: „„Eine andere Form von Verurteilung ist das Anstellen von Vergleichen.““)

Frage 3 von 3

Welche Frage stellt Rosenberg zu einem eigenen Urteil wie „Ich mag Menschen nicht, die … sind“?

Richtig: Was brauche ich dann und was bekomme ich nicht?

Beleg aus der Quelle: „Wenn ich dieses Urteil fälle, was brauche ich dann und was bekomme ich nicht?“
(eigene Übersetzung: „„Wenn ich dieses Urteil fälle, was brauche ich dann und was bekomme ich nicht?““)

Quelle: Gewaltfreie Kommunikation — Marshall B. Rosenberg, Ingrid Holler (Übersetzung), Junfermann Verlag, abgerufen 2026-11-03. Zur Quelle

Auslöser und Ursache3 Fragen

Lernkarte

Auslöser oder Ursache: Woher unsere Gefühle kommen

Wer sich ärgert, denkt schnell: Der andere hat mich wütend gemacht. Rosenberg widerspricht: Was andere sagen oder tun, kann ein Auslöser für unsere Gefühle sein, ist aber nie ihre Ursache. Wichtig ist eine klare Trennlinie: Das Verhalten der anderen Person lässt sich als Auslöser erkennen, aber niemand ist wütend, weil ein anderer etwas getan hat. Den Ärger führt Rosenberg auf lebensentfremdende Gedankenmuster zurück, die von den eigenen Bedürfnissen abgetrennt sind. Wer ihn ausdrücken will, trennt die andere Person deshalb zuerst von jeglicher Verantwortung dafür.

Frage 1 von 3

Was ist das Verhalten anderer Menschen nach Rosenberg in Bezug auf unsere Gefühle?

Richtig: Ein möglicher Auslöser, aber nie die Ursache

Beleg aus der Quelle: „Was andere sagen oder tun, mag ein Auslöser für unsere Gefühle sein, ist aber nie ihre Ursache.“
(eigene Übersetzung: „„Was andere sagen oder tun, mag ein Auslöser für unsere Gefühle sein, ist aber nie ihre Ursache.““)

Frage 2 von 3

Du sagst: „Mein Chef hat mich wütend gemacht.“ Was hält Rosenberg dem entgegen?

Richtig: Sein Verhalten kann Auslöser sein, aber nicht die Ursache deiner Wut

Beleg aus der Quelle: „Wir sind niemals wütend, weil jemand anderes etwas gesagt oder getan hat. Wir können das Verhalten der anderen Person als Auslöser identifizieren, und gleichzeitig ist es sehr wichtig, eine klare Trennlinie zwischen Auslöser und Ursache zu ziehen.“
(eigene Übersetzung: „„Wir sind niemals wütend, weil jemand anderes etwas gesagt oder getan hat. Wir können das Verhalten der anderen Person als Auslöser identifizieren, und gleichzeitig ist es sehr wichtig, eine klare Trennlinie zwischen Auslöser und Ursache zu ziehen.““)

Frage 3 von 3

Woraus entsteht Ärger nach Rosenberg, wenn nicht aus dem Verhalten anderer?

Richtig: Aus Gedankenmustern, die von Bedürfnissen abgetrennt sind

Beleg aus der Quelle: „Dieser Ärger entsteht aus lebensentfremdenden Gedankenmustern, die von unseren Bedürfnissen abgetrennt sind.“
(eigene Übersetzung: „„Dieser Ärger entsteht aus lebensentfremdenden Gedankenmustern, die von unseren Bedürfnissen abgetrennt sind.““)

Quelle: Gewaltfreie Kommunikation — Marshall B. Rosenberg, Ingrid Holler (Übersetzung), Junfermann Verlag, abgerufen 2026-11-03. Zur Quelle

Bitte statt Forderung3 Fragen

Lernkarte

Bitten statt fordern

Wünsche in Form von Forderungen auszudrücken, nennt Rosenberg ein typisches Merkmal einer Sprache, die Einfühlsamkeit blockiert. Denn man kann niemals jemanden dazu bringen, etwas zu tun. Vor einer Gruppe sagt er es so: Menschen kämen viel besser miteinander aus, wenn sie sagen können, was sie gerne möchten, ohne andere herumzukommandieren. Seine Bitte sei weder eine Anweisung noch ein Versuch, den anderen das Leben zu vermiesen.

Frage 1 von 3

Was blockiert nach Rosenberg die Einfühlsamkeit, wenn wir unsere Wünsche äußern?

Richtig: Wünsche in Form von Forderungen zu formulieren

Beleg aus der Quelle: „Unsere Wünsche in Form von Forderungen zu formulieren ist ein weiteres typisches Merkmal einer Sprache, die Einfühlsamkeit blockiert.“
(eigene Übersetzung: „„Unsere Wünsche in Form von Forderungen zu formulieren ist ein weiteres typisches Merkmal einer Sprache, die Einfühlsamkeit blockiert.““)

Frage 2 von 3

Du möchtest, dass dein Mitbewohner abspült. Was kannst du nach Rosenberg nie erreichen?

Richtig: Ihn dazu zu bringen, etwas zu tun

Beleg aus der Quelle: „Wir können niemals jemanden dazu bringen, etwas zu tun.“
(eigene Übersetzung: „„Wir können niemals jemanden dazu bringen, etwas zu tun.““)

Frage 3 von 3

Worin unterscheidet sich eine Bitte nach Rosenberg von einer Forderung?

Richtig: Wer bittet, sagt nicht, dass der andere es tun muss

Beleg aus der Quelle: „Wenn ich euch sage, was ich gerne hätte, dann sage ich nicht, dass ihr das entweder machen müsst oder dass ich versuche, euch das Leben zu vermiesen.“
(eigene Übersetzung: „„Wenn ich euch sage, was ich gerne hätte, dann sage ich nicht, dass ihr das entweder machen müsst oder dass ich versuche, euch das Leben zu vermiesen.““)

Quelle: Gewaltfreie Kommunikation — Marshall B. Rosenberg, Ingrid Holler (Übersetzung), Junfermann Verlag, abgerufen 2026-11-03. Zur Quelle

Empathie3 Fragen

Lernkarte

Empathie als respektvolles Verstehen

Statt Empathie anzubieten, haben wir oft einen starken Drang, Ratschläge zu geben, zu beschwichtigen oder die eigene Position und die eigenen Gefühle darzulegen. Rosenberg versteht Empathie als respektvolles Verstehen der Erfahrungen anderer Menschen. Sie verlangt, den Kopf leer zu machen und mit dem ganzen Wesen zuzuhören. Wer dagegen denkt, er habe etwas falsch gemacht, kann den Schmerz des anderen nicht richtig aufnehmen.

Frage 1 von 3

Was fordert Empathie nach Rosenberg von uns, wenn wir anderen zuhören?

Richtig: Den Kopf leer zu machen und mit dem ganzen Wesen zuzuhören

Beleg aus der Quelle: „Empathie hingegen fordert uns auf, unseren Kopf leer zu machen und anderen mit unserem ganzen Wesen zuzuhören.“
(eigene Übersetzung: „„Empathie hingegen fordert uns auf, unseren Kopf leer zu machen und anderen mit unserem ganzen Wesen zuzuhören.““)

Frage 2 von 3

Ein Freund erzählt von seinem schweren Tag. Wozu drängt es uns nach Rosenberg statt zur Empathie?

Richtig: Ratschläge zu geben oder zu beschwichtigen

Beleg aus der Quelle: „Anstatt Empathie anzubieten haben wir oft einen starken Drang, Ratschläge zu geben oder zu beschwichtigen und unsere eigene Position oder unsere eigenen Gefühle darzulegen.“
(eigene Übersetzung: „„Anstatt Empathie anzubieten haben wir oft einen starken Drang, Ratschläge zu geben oder zu beschwichtigen und unsere eigene Position oder unsere eigenen Gefühle darzulegen.““)

Frage 3 von 3

Wann kann jemand deinen Schmerz nach Rosenberg nicht richtig aufnehmen?

Richtig: Sobald er denkt, er hätte etwas falsch gemacht

Beleg aus der Quelle: „Sobald jemand denkt, er hätte etwas falsch gemacht, wird er unseren Schmerz nicht richtig aufnehmen können.“
(eigene Übersetzung: „„Sobald jemand denkt, er hätte etwas falsch gemacht, wird er unseren Schmerz nicht richtig aufnehmen können.““)

Quelle: Gewaltfreie Kommunikation — Marshall B. Rosenberg, Ingrid Holler (Übersetzung), Junfermann Verlag, abgerufen 2026-11-03. Zur Quelle

Vier Reaktionen3 Fragen

Lernkarte

Vier Reaktionen auf eine schwierige Aussage

Hört man etwas, das schwer zu hören ist, nennt Rosenberg vier Möglichkeiten: sich selbst die Schuld geben, anderen die Schuld geben, die eigenen Gefühle und Bedürfnisse wahrnehmen oder die des anderen. Gewalt entsteht für ihn aus dem Glauben, dass andere Menschen unsere Schmerzen verursachen und dafür Strafe verdienen. Urteile über andere tragen außerdem zu sich selbst erfüllenden Prophezeiungen bei.

Frage 1 von 3

Welche gehört nach Rosenberg zu den vier Reaktionen auf eine schwierige Aussage?

Richtig: Die Gefühle und Bedürfnisse des anderen wahrnehmen

Beleg aus der Quelle: „Wir erinnern uns an die vier Reaktionsmöglichkeiten, wenn wir eine Aussage hören, die für uns schwierig ist: 1. Uns selbst die Schuld geben. 2. Anderen die Schuld geben. 3. Unsere eigenen Gefühle und Bedürfnisse wahrnehmen. 4. Die Gefühle und Bedürfnisse des anderen wahrnehmen.“
(eigene Übersetzung: „„Wir erinnern uns an die vier Reaktionsmöglichkeiten, wenn wir eine Aussage hören, die für uns schwierig ist: 1. Uns selbst die Schuld geben. 2. Anderen die Schuld geben. 3. Unsere eigenen Gefühle und Bedürfnisse wahrnehmen. 4. Die Gefühle und Bedürfnisse des anderen wahrnehmen.““)

Frage 2 von 3

Dein Chef sagt: „Der Bericht ist schlampig.“ Du denkst: „Ich kann nichts.“ Welche Reaktion ist das?

Richtig: Sich selbst die Schuld geben

Beleg aus der Quelle: „Wir erinnern uns an die vier Reaktionsmöglichkeiten, wenn wir eine Aussage hören, die für uns schwierig ist: 1. Uns selbst die Schuld geben. 2. Anderen die Schuld geben. 3. Unsere eigenen Gefühle und Bedürfnisse wahrnehmen. 4. Die Gefühle und Bedürfnisse des anderen wahrnehmen.“
(eigene Übersetzung: „„Wir erinnern uns an die vier Reaktionsmöglichkeiten, wenn wir eine Aussage hören, die für uns schwierig ist: 1. Uns selbst die Schuld geben. 2. Anderen die Schuld geben. 3. Unsere eigenen Gefühle und Bedürfnisse wahrnehmen. 4. Die Gefühle und Bedürfnisse des anderen wahrnehmen.““)

Frage 3 von 3

Woraus entsteht nach Rosenberg Gewalt?

Richtig: Aus dem Glauben, dass andere unsere Schmerzen verursachen und Strafe verdienen

Beleg aus der Quelle: „Gewalt entsteht aus dem Glauben, dass andere Menschen unsere Schmerzen verursachen und dafür Strafe verdienen.“
(eigene Übersetzung: „„Gewalt entsteht aus dem Glauben, dass andere Menschen unsere Schmerzen verursachen und dafür Strafe verdienen.““)

Quelle: Gewaltfreie Kommunikation — Marshall B. Rosenberg, Ingrid Holler (Übersetzung), Junfermann Verlag, abgerufen 2026-11-03. Zur Quelle

Vom Müssen zum Wählen3 Fragen

Lernkarte

Vom „Müssen“ zum freien Wählen: Rosenbergs Übung

Viele Aufgaben erledigen wir mit dem Gedanken, wir hätten keine Wahl. Rosenberg schlägt vor, alles aufzulisten, was man zu tun meint, und vor jeden Punkt die Worte „Ich habe frei gewählt zu …“ zu setzen. Danach folgt der Satz „…, denn ich möchte …“. So erkennt man die wichtigen Anliegen hinter der eigenen Wahl. Handeln, nur weil andere es erwarten, hält er für den Weg zu den potenziell gefährlichsten Verhaltensweisen.

Frage 1 von 3

Welche Worte setzt Rosenberg vor jeden Punkt seiner Liste mit vermeintlichen Pflichten?

Richtig: „Ich habe frei gewählt zu …“

Beleg aus der Quelle: „Setzen Sie die Wörter „Ich habe frei gewählt zu ...“
(eigene Übersetzung: „„Setzen Sie die Wörter „Ich habe frei gewählt zu ...“ vor jeden Punkt auf Ihrer Liste.““)

Frage 2 von 3

Du ergänzt: „Ich habe frei gewählt zu …, denn ich möchte …“. Was entdeckst du vielleicht damit?

Richtig: Die wichtigen Anliegen hinter deiner Wahl

Beleg aus der Quelle: „Beim Erforschen der Aussage „Ich habe frei gewählt zu …, denn ich möchte …“
(eigene Übersetzung: „„Beim Erforschen der Aussage „Ich habe frei gewählt zu …, denn ich möchte …“ entdecken Sie vielleicht – so wie ich mit dem Fahrdienst für die Schulkinder – die wichtigen Anliegen hinter der jeweiligen Wahl, die Sie getroffen haben.““)

Frage 3 von 3

Welches Handeln führt nach Rosenberg zu den potenziell gefährlichsten Verhaltensweisen?

Richtig: Dinge zu tun, weil sie von uns erwartet werden

Beleg aus der Quelle: „Dinge zu tun, „weil sie von uns erwartet werden“
(eigene Übersetzung: „„Dinge zu tun, „weil sie von uns erwartet werden“, führt zu den potenziell gefährlichsten Verhaltensweisen.““)

Quelle: Gewaltfreie Kommunikation — Marshall B. Rosenberg, Ingrid Holler (Übersetzung), Junfermann Verlag, abgerufen 2026-11-03. Zur Quelle

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Lern, was dich weiterbringt — auf deinem Weg. Jede Karte, die du kannst, wird ein Stern in deinem Wissensuniversum.

Kurator:in

Du willst die Welt klüger machen?

Dein Wissen verdient ein Publikum. Du schreibst Karten, entwickelst Themen, die du mit Followern teilst, und machst die Welt so zu einem schlaueren und besseren Ort.

Wegbereiter:in

Du führst ein Team?

Dein Team wird gut, weil jede:r lernt, was für sie oder ihn wichtig ist. Du machst ein Thema auf und holst Leute per Link dazu. Wir glauben: Wer den eigenen Weg wählt, versteht auch das Pflichtprogramm besser.

Was du bekommst

Quellen unter jeder Karte

Jede Karte nennt ihre Quelle, und jede Frage belegt ihre Antwort mit einem Zitat. Du kannst alles gegenlesen.

Jede Karte wird ein Stern

Was du kannst, leuchtet in deinem Wissensuniversum. Du siehst nicht, was dir noch fehlt, sondern was schon da ist.

Du gehst deinen Weg

Karten verweisen aufeinander, nicht auf einen Kursplan. Wohin du abbiegst, entscheidest du.

Das Buch

Junfermann Verlag · ISBN 978-3-95571-572-4

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Häufige Fragen

Stammen die Karten aus dem Buch?

Nein. Das Buch ist der Anlass, nicht die Vorlage.

Muss ich etwas installieren?

Nein. plinyoo läuft im Browser, auch auf dem Telefon.

Was ist plinyoo?

Stell dir vor, alles, was ein Mensch weiß, wäre für jeden anderen begehbar: nicht als Kurs mit festem Gang, sondern als Landschaft, durch die man seinen eigenen Weg wählt. Das ist unser Ziel: Wissen von Kopf zu Kopf zu bringen, ohne dass der Weg dorthin länger, teurer oder dünner wird. plinyoo ist der erste Schritt. Mehr auf der Startseite.

Hat dich das neugierig gemacht?

Das hier ist ein erster Schritt. Wir sammeln gerade Rückmeldungen: Was hat dir gefallen, was hat gefehlt, was würdest du dir für dich oder dein Team wünschen? Wer Interesse hat, meldet sich hier. Wir antworten persönlich.

Zugang anfragenWas ist plinyoo?

Ich komme als Lernende:r · Kurator:in · Wegbereiter:in

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