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Wolfram 1941: Deutschland hängt an Portugal und Spanien
Im Zweiten Weltkrieg war Deutschland bei seiner Wolframversorgung auf Portugal und Spanien angewiesen. Portugal führte 1942 ein striktes Exportquotensystem ein.
Buchvorstellung
Alexander Smoltczyk beschreibt Lissabon 1940/41 als Wartesaal für Flüchtlinge und Agenten (Verlag). Wir nehmen das Buch zum Anlass, drei Karten aus anderen Quellen zu bauen.
Wer spionierte in Lissabon?
Wer spionierte 1941 in Lissabon – und gegen wen?
Britische Agenten beobachteten deutsche Einkäufer, die Wolfram wollten. Mitten darin warteten Flüchtlinge auf ein Schiff. Und Ian Fleming war dabei.
Lissabon, 1940/41: ein Wartesaal am Atlantik. Wer aus Europa hinauswollte, brauchte Visa und einen Schiffsplatz – und vor allem Geduld. Hier wurde man zum Wartenden, bevor man zum Reisenden werden konnte.
Portugal war neutral, und die Stadt war voller Agenten, sagt der Verlag. Neutralität hieß hier nicht Stillstand. Nach seinen Angaben suchten deutsche Einkäufer Wolfram, das für Granatkerne der Panzerabwehr gebraucht wurde; britische Agenten beobachteten sie und wollten die Käufe verhindern.
Ein Name aus dieser Zeit ist bis heute bekannt: Ian Fleming, der Autor der James-Bond-Romane. Nach Angaben des Verlags sammelte er 1941 in Lissabon Material für seine Bond-Figur. Ob eine Stadt die Fantasie eines Erzählers formt, lässt sich nicht beweisen. Dass er dort Material sammelte, sagt der Verlag – mehr lässt sich hier nicht sagen.
Am Anfang dieser Geschichte steht ein Doppelagent: Dusko Popov arbeitete für den britischen Geheimdienst gegen Deutschland. Im Casino Estoril setzte er Geld des Dienstes ein – ein Spiel, in dem Vertrauen und Täuschung dasselbe Gesicht tragen. Die Szene soll in „Casino Royale“ eingegangen sein.
Unsere Einordnung: In Die Macht der Geografie von Tim Marshall geht es, dem Verlagstext nach, darum, wie Gebirge, Ebenen, Flüsse, Meere, Wüsten und der Zugang zu natürlichen Ressourcen den Entscheidungsspielraum von Regierungen begrenzen. Lissabon zeigt die andere Seite derselben Frage: Die Geografie machte die Stadt zum Ausgang. Der Landweg führte über Spanien an die Atlantikküste, und von Lissabon aus ging es aufs Meer. Welche Wege die Geografie öffnete, ist das eine. Welcher davon übrig blieb, entschieden Papiere und Menschen.
Lissabon liegt am Tejo, und dieser Fluss hat eine ungewöhnliche Form: Er mündet als umgekehrtes Delta. Innen wird er breit und bildet eine große Lagune, zur Ausfahrt hin verengt er sich auf rund zwei Kilometer. Für Schiffe heißt das: ein weiter Raum im Inneren und ein Nadelöhr am Ausgang. Die Stadt liegt am großen natürlichen Hafen auf der Nordseite, und über dieses Nadelöhr führte der Weg hinaus.
Von Lissabon aus suchte man den Seeweg zur Quelle des lukrativen Gewürzhandels. Vasco da Gama erreichte im Mai 1498 die Küste Südwestindiens. Wikipedia bezeichnet das Reich, das daraus wuchs, als das erste und am längsten bestehende der europäischen Kolonialreiche. Roger Crowley spricht in seinem Buch Die Eroberer über Portugal vom ersten globalen Weltreich. Dass gerade dieser Hafen am Rand Europas das Tor war, sagt die Geografie nicht von allein – aber sie machte es möglich.
Und wer war auf diesem Weg? Hannah Arendt reiste im Januar 1941 mit dem Zug durch Spanien nach Lissabon und kam im Mai 1941 in New York an. Heinrich Mann bestieg im Oktober 1940, nach einem Aufenthalt in Estoril bei Lissabon, ein Schiff nach New York. Was entschied mehr über diesen Weg: der Ort oder das Papier in der Hand?
Wer Alexander Smoltczyks Lissabon 1941 liest, sieht mehr als Spione und Stars. Es erzählt von Menschen, die warteten, und von einer Stadt, die für viele ein Symbol der Hoffnung war. Probier es an den Karten aus.
Meinungsbeitrag von Heiko Miertzsch.

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Im Zweiten Weltkrieg war Deutschland bei seiner Wolframversorgung auf Portugal und Spanien angewiesen. Portugal führte 1942 ein striktes Exportquotensystem ein.
Frage 1 von 3
Von wem war Deutschland bei seiner Wolframversorgung abhängig?
Richtig: Von Portugal und Spanien
Beleg aus der Quelle: „Germany became dependent on Portugal and Spain for their wolfram supplies.“
(eigene Übersetzung: „Deutschland wurde bei seiner Wolframversorgung von Portugal und Spanien abhängig.“)
Frage 2 von 3
Was führte Portugal 1942 für seinen Wolframexport ein?
Richtig: Ein striktes Exportquotensystem
Beleg aus der Quelle: „Portugal set up a strict export quota system in 1942.“
(eigene Übersetzung: „Portugal richtete 1942 ein striktes Exportquotensystem ein.“)
Frage 3 von 3
Warum war Portugal für Deutschland wichtig?
Richtig: Portugal und Spanien lieferten das Wolfram, das Deutschland brauchte
Beleg aus der Quelle: „Germany became dependent on Portugal and Spain for their wolfram supplies.“
(eigene Übersetzung: „Deutschland wurde bei seiner Wolframversorgung von Portugal und Spanien abhängig.“)
Quelle: Portugal during World War II — Wikipedia, abgerufen 2026-10-25. Zur Quelle
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Deutschland nutzte Wolfram im Zweiten Weltkrieg, um Kerne von Granaten für Panzerabwehrkanonen und Spitzen für Werkzeugmaschinen herzustellen. Wolfram hat eine hohe Härte und eine hohe Dichte und eignet sich deshalb für durchschlagende Geschosse.
Frage 1 von 3
Wofür nutzte Deutschland im Zweiten Weltkrieg Wolfram?
Richtig: Für Kerne von Granaten für Panzerabwehrkanonen und Spitzen für Werkzeugmaschinen
Beleg aus der Quelle: „Germany used tungsten during World War II to produce cores of shells for anti-tank guns and tips for machine tools.“
(eigene Übersetzung: „Deutschland nutzte Wolfram im Zweiten Weltkrieg, um Kerne von Granaten für Panzerabwehrkanonen und Spitzen für Werkzeugmaschinen herzustellen.“)
Frage 2 von 3
Welche Eigenschaften machen Wolfram für militärische Geschosse geeignet?
Richtig: Härte und hohe Dichte
Beleg aus der Quelle: „Tungsten's hardness and high density make it suitable for military applications in penetrating projectiles.“
(eigene Übersetzung: „Die Härte und die hohe Dichte von Wolfram machen es für militärische Anwendungen in durchschlagenden Geschossen geeignet.“)
Frage 3 von 3
Wozu ist Wolfram in Durchschlagsgeschossen eine Alternative?
Richtig: Zu abgereichertem Uran
Beleg aus der Quelle: „is used in kinetic energy penetrators as an alternative to depleted uranium.“
(eigene Übersetzung: „wird in Durchschlagsgeschossen (kinetische Penetratoren) als Alternative zu abgereichertem Uran verwendet.“)
Quelle: Tungsten — Wikipedia, abgerufen 2026-10-25. Zur Quelle
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Flüchtlinge, die aus Frankreich über Spanien nach Portugal wollten, kamen im Juni 1940 nicht weiter. Wikipedia nennt dafür eine Meldung der New York Times vom 26. Juni 1940: Rund 10.000 Menschen wurden an der spanischen Grenze abgewiesen. Gleichzeitig erklärte Portugal die in Bordeaux erteilten portugiesischen Visa für ungültig.
Frage 1 von 3
Wie viele Menschen wurden im Juni 1940 an der spanischen Grenze abgewiesen?
Richtig: Rund 10.000
Beleg aus der Quelle: „some 10,000 persons attempting to cross over into Spain were excluded“
(eigene Übersetzung: „Rund 10.000 Personen, die nach Spanien hinüberwollten, wurden abgewiesen.“)
Frage 2 von 3
Was erklärte Portugal im Juni 1940 über die in Bordeaux erteilten Visa?
Richtig: Sie seien ungültig
Beleg aus der Quelle: „Portugal announced that Portuguese visas granted at Bordeaux were invalid“
(eigene Übersetzung: „Portugal erklärte, dass die in Bordeaux erteilten portugiesischen Visa ungültig seien.“)
Frage 3 von 3
Was zeigte sich im Juni 1940 am Weg über Spanien nach Portugal?
Richtig: Auch mit Visa kam man nicht weiter: Spanien wies ab, Portugal erklärte die Visa für ungültig
Beleg aus der Quelle: „some 10,000 persons attempting to cross over into Spain were excluded; Portugal announced that Portuguese visas granted at Bordeaux were invalid“
(eigene Übersetzung: „Rund 10.000 Personen, die nach Spanien hinüberwollten, wurden abgewiesen; Portugal erklärte, dass die in Bordeaux erteilten portugiesischen Visa ungültig seien.“)
Quelle: Aristides de Sousa Mendes — Wikipedia, abgerufen 2026-10-25. Zur Quelle
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Im Januar 1941 erhielt Hannah Arendt die nötigen Genehmigungen, um mit dem Zug durch Spanien nach Lissabon zu reisen. Im Mai sicherte sich die Familie die Überfahrt nach New York. Am 22. Mai 1941 kam die Familie dort mit sehr wenig an.
Frage 1 von 3
Wie reiste Hannah Arendt im Januar 1941 nach Lissabon?
Richtig: Mit dem Zug durch Spanien
Beleg aus der Quelle: „managed to secure the requisite permits to travel by train in January 1941 through Spain to Lisbon, Portugal“
(eigene Übersetzung: „erhielt die nötigen Genehmigungen, um im Januar 1941 mit dem Zug durch Spanien nach Lissabon zu reisen.“)
Frage 2 von 3
Wann sicherte sich Hannah Arendts Familie die Überfahrt nach New York?
Richtig: Im Mai
Beleg aus der Quelle: „They eventually secured passage to New York in May“
(eigene Übersetzung: „Schließlich sicherten sie sich im Mai die Überfahrt nach New York.“)
Frage 3 von 3
Wann kam Hannah Arendts Familie in New York an?
Richtig: Am 22. Mai 1941
Beleg aus der Quelle: „Upon arriving in New York City on 22 May 1941 with very little“
(eigene Übersetzung: „Bei der Ankunft in New York City am 22. Mai 1941 mit sehr wenig.“)
Quelle: Hannah Arendt — Wikipedia, abgerufen 2026-10-25. Zur Quelle
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Im September 1940 half ihm Varian Fry bei der Flucht nach Spanien. Die Gruppe wanderte sechs Stunden und überquerte die Grenze schließlich bei Port Bou. Vom 18. September bis zum 4. Oktober 1940 wohnte sie im Grande Hotel D'Itália in Monte Estoril bei Lissabon. Am 4. Oktober bestiegen sie die S.S. Nea Hellas nach New York.
Frage 1 von 3
Wo überquerte Heinrich Mann 1940 die Grenze nach Spanien?
Richtig: Bei Port Bou
Beleg aus der Quelle: „finally crossing the border at Port Bou“
(eigene Übersetzung: „überquerte die Grenze schließlich bei Port Bou.“)
Frage 2 von 3
Wo wohnte Heinrich Manns Gruppe nach der Ankunft in Portugal?
Richtig: Im Grande Hotel D'Itália in Monte Estoril
Beleg aus der Quelle: „stayed in Monte Estoril at the Grande Hotel D'Itália between September 18 and October 4, 1940“
(eigene Übersetzung: „wohnte zwischen dem 18. September und dem 4. Oktober 1940 im Grande Hotel D'Itália in Monte Estoril.“)
Frage 3 von 3
Welches Schiff bestieg Heinrich Manns Gruppe am 4. Oktober 1940?
Richtig: Die S.S. Nea Hellas nach New York
Beleg aus der Quelle: „On October 4, 1940, they boarded the S.S. Nea Hellas, headed for New York City.“
(eigene Übersetzung: „Am 4. Oktober 1940 bestiegen sie die S.S. Nea Hellas nach New York City.“)
Quelle: Heinrich Mann — Wikipedia, abgerufen 2026-10-25. Zur Quelle
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Lissabon liegt am großen natürlichen Hafen des Tejo, überwiegend an dessen Nordseite. Der Hafen öffnet sich nach Westen durch eine kurze Meerenge zum Atlantik. In der Zeit der Entdeckungen wurde Lissabon zu einem großen Knotenpunkt.
Frage 1 von 3
Auf welcher Seite des Hafens am Tejo liegt Lissabon überwiegend?
Richtig: Überwiegend an der Nordseite
Beleg aus der Quelle: „north sides of the Tagus's large natural harbour that opens west, through a short strait, onto the Atlantic Ocean“
(eigene Übersetzung: „überwiegend an der Nordseite des großen natürlichen Hafens des Tejo, der sich nach Westen durch eine kurze Meerenge zum Atlantischen Ozean öffnet.“)
Frage 2 von 3
Wie öffnet sich Lissabons Hafen am Tejo zum Atlantik?
Richtig: Nach Westen durch eine kurze Meerenge
Beleg aus der Quelle: „opens west, through a short strait, onto the Atlantic Ocean“
(eigene Übersetzung: „öffnet sich nach Westen durch eine kurze Meerenge zum Atlantischen Ozean.“)
Frage 3 von 3
Welche Rolle hatte Lissabon in der Zeit der Entdeckungen?
Richtig: Ein großer Knotenpunkt
Beleg aus der Quelle: „During Alfonso III's reign and the Age of Exploration, Lisbon became a major hub.“
(eigene Übersetzung: „Während der Regierungszeit Alfons III. und im Zeitalter der Entdeckungen wurde Lissabon zu einem großen Knotenpunkt.“)
Quelle: Port of Lisbon — Wikipedia, abgerufen 2026-10-25. Zur Quelle
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Portugal suchte einen Seeweg zur Quelle des lukrativen Gewürzhandels. Bartolomeu Dias umrundete 1488 das Kap der Guten Hoffnung. Im Mai 1498 erreichte Vasco da Gama Calicut im Südwesten Indiens.
Frage 1 von 3
Welches Ziel hatte Portugals Suche nach einem Seeweg?
Richtig: Einen Seeweg zum Ursprung des lukrativen Gewürzhandels
Beleg aus der Quelle: „with the aim of finding a sea route to the source of the lucrative spice trade“
(eigene Übersetzung: „mit dem Ziel, einen Seeweg zur Quelle des lukrativen Gewürzhandels zu finden.“)
Frage 2 von 3
Wann und wo erreichte Vasco da Gama Indien?
Richtig: Im Mai 1498 im Südwesten Indiens
Beleg aus der Quelle: „reaching Calicut (Kozhikode), the capital of the kingdom ruled by Zamorins, in south-western India in May 1498“
(eigene Übersetzung: „Sie erreichten Calicut (Kozhikode), die Hauptstadt des Königreichs der Zamorine, im Südwesten Indiens im Mai 1498.“)
Frage 3 von 3
Welche Umrundung ging Vasco da Gamas Indienreise voraus?
Richtig: Die des Kaps der Guten Hoffnung durch Dias
Beleg aus der Quelle: „In 1488, Bartolomeu Dias rounded the Cape of Good Hope and Cape Agulhas, and in 1498 Vasco da Gama finally reached India.“
(eigene Übersetzung: „1488 umrundete Bartolomeu Dias das Kap der Guten Hoffnung und das Kap Agulhas, und 1498 erreichte Vasco da Gama schließlich Indien.“)
Quelle: Portuguese Empire — Wikipedia, abgerufen 2026-10-25. Zur Quelle
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Geopolitik untersucht die Wirkung der Erdgeografie auf Politik und internationale Beziehungen. Zum geografischen Raum zählen Territorialgewässer, Landgebiet und der Reichtum an natürlichen Ressourcen. Zu den geografischen Variablen gehören unter anderem Klima, Topografie, Demografie und natürliche Ressourcen.
Frage 1 von 3
Was untersucht Geopolitik?
Richtig: Den Einfluss der Erdgeografie auf Politik und internationale Beziehungen
Beleg aus der Quelle: „is the study of the effects of Earth's geography on politics and international relations“
(eigene Übersetzung: „untersucht die Auswirkungen der Erdgeografie auf Politik und internationale Beziehungen.“)
Frage 2 von 3
Was zählt die Geopolitik zum geografischen Raum?
Richtig: Territorialgewässer, Landgebiet und Reichtum an natürlichen Ressourcen
Beleg aus der Quelle: „geographic space, in particular, territorial waters, land territory and wealth of natural resources“
(eigene Übersetzung: „geografischer Raum, insbesondere Territorialgewässer, Landgebiet und Reichtum an natürlichen Ressourcen.“)
Frage 3 von 3
Welche der folgenden Größen zählt zu den geografischen Variablen der Geopolitik?
Richtig: Klima
Beleg aus der Quelle: „through geographical variables. These include area studies, climate, topography, demography, natural resources“
(eigene Übersetzung: „durch geografische Variablen. Dazu gehören unter anderem Gebietsstudien, Klima, Topografie, Demografie und natürliche Ressourcen.“)
Quelle: Geopolitics — Wikipedia, abgerufen 2026-10-25. Zur Quelle
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